Ich habe heute einen Menschen gerettet

Eine kleine Geschichte.

Ich habe heute einen Menschen gertettet !


Ich habe heute einen Menschen gerettet.Unsere Blicke haben sich getroffen, als sie meinen Korridor entlangging und in die Zwinger schaute. Ich spürte ihre Not sofort und wusste, dass ich ihr helfen musste. Ich wedelte mit dem Schwanz, nicht zu stark, damit sie sich nicht fürchten würde.

Als sie an meinen Zwinger stehen blieb, habe ich ihr den Blick nach hinten versperrt, damit sie das kleine Missgeschick, das mir passiert war, nicht sehen würde. Ich wollte nicht, dass sie erfährt, daß ich heute wieder mal nicht ausgeführt worden bin. Manchmal haben die Leute hier so viel zu tun, und ich wollte nicht, dass sie einen schlechten Eindruck von ihnen bekäme.

Als sie die Karteikarte mit meiner Beschreibung las, die an meiner Zwingertür hing, habe ich gehofft, dass meine Vergangenheit sie nicht traurig machen würde. Ich kann nur nach vorne schauen und möchte jemandem etwas bedeuten.

Sie beugte sich zu mir herunter und machte leise Kussgeräusche. Ich drückte meine Schulter und meinen Kopf gegen die Gitterstäbe, um sie zu beruhigen. Sanfte Fingerspitzen streichelten meinen Nacken, sie hat meine Gesellschaft dringend gebraucht. Eine Träne lief ihr über die Wange und ich hob die Pfote, um ihr zu versichern, dass alles gut werden würde.
Kurz darauf öffnete sich die Zwingertür und sie lächelte mich so strahlend an, dass ich sofort in ihre Arme gesprungen bin.

Ich versprach ihr, dass sie bei mir in Sicherheit wäre.
Ich versprach ihr, sie immer zu begleiten.
Ich versprach, alles dafür zu tun, dass sie ihr strahlendes Lächeln und das Glitzern in ihren Augen, solange ich lebe, nie verlieren würde.

Sie und ich hatten solches Glück, dass sie ausgerechnet meinen Gang entlanggekommen ist. So viele andere Zweibeiner sind da draußen, die noch nicht diese Korridore entlanggegangen und noch verloren sind. So viele, die noch gerettet werden müssen.
Wenigstens konnte ich einem von ihnen helfen.
Ich habe heute einen Menschen gerettet
 

 

Ich glaube, dass Tiere aus einem bestimmten Grund in unser Leben treten: Um uns etwas zu lehren und uns zu helfen, bessere Menschen zu werden.
 
 
 
 

Verfasser Unbekannt

 

 

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